EARTH

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Biographie 

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Weltall 1940 

Geofisica 1949 

Geophysik 1967 

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Wissenschaftlicher Nachlaß
von
H. hieronymus
Biographie21

Ernst Georg Hellmuth HIERONYMUS wurde am 13.September 1890 als Sohn des Südamerikaforschungsreisenden und Botanikers Prof. Dr. Georg HIERONYBild-HHMUS in Breslau geboren. Die Kindheit und Schulzeit verlebte er in Berlin, wo er Gymnasium und ab l900 das Musikkonserva- torium besuchte. Chemische Versuche füllten ca. 6 Jahre alle Freistunden in den Schuljahren aus (zusammen mit Freund  Udo Ehrhardt, der bekannter Chemiker wurde). 19o9 Übergang zur Landwirtschaft. Bis 1913 landwirtschaftliche Stellungen in Schlesien und im Jahr 1914 legte er das Diplomlandwirtschaftsexamen an der Landwirtschaftlichen Hochschule ab.

 

Im Jahr 1915 wurde HIERONYMUS zum Kriegsdienst einberufen. Im Kriege als Inspektor auf zwei großen Rittergütern der Mark tätig. Im Juni 1915 als Erst. Maschinengewehr Abtlg. Soldat und Röntgentechniker im Res. Lazarett Landsberg (Warthe) bis 22.3.1919 tätig.(Rote Kreuz Medaillie). Später wieder zwei landwirtschaftliche Stellungen in Schlesien.

Da sowohl der Bruder als Stabsarzt fiel und als auch beide Eltern starben, zog er alleine 1921 nach Füssen auf das Landgut der Familie Faas in die Alpen. 1922 landwirtschaftliches Wiesenanwesen in Brunnen bei Füssen gekauft und Hedwig Möst, Tochter des Musikmeisters Möst, in Füssen geheiratet. 1924 erster Sohn Ernst geboren, 1932 zweiter Sohn Georg geboren. 1933 Anwesen verkauft und Geschäftshaus mit kleiner Fremdenpension, Tankstelle in Horn‚ Gemeinde Schwangau, in nächster Nähe der Königsschlösser in günstiger Lage erbaut. Dort errichtete er auch sein Privatobservatorium von dem er aus seine astronomische und geologische Studien führte.

Denn für Hellmuth HIER0NYMUS gab es nur ein ausgeprägtes Interessengebiet:

Die geologische Wissenschaft und Forschung.

In seinem Privatobservatorium gewann er die Erkenntnisse, die er bereits 1940 in seinem Referat ”Einiges zum Vergleich: Erde - Mond” im Journal “Weltall” veröffentlichte. Schon hier begründete HIERONYMUS ebenso kurz wie prägnant die Basis für seine Auseinandersetzungen. mit der WEGENERschen Theorie der Kontinentalverschiebung.

Die Vorzüge seiner Hypothese von zwei polaren Erstarrungskappen gegenüber den von einer einheitlichen Erdkrustenplatte ausgehenden Hypothesen, hat HIERONYMUS ausführlich in seiner Arbeit ”Eine Zweipolschollenhypothese für die Erde” dargelegt und erläutert. Diese Veröffentlichung in ”Geofisica pura e applicata”, nilano 1949, Bd. XIV, Heft 3/4, S. 194, hat seinerzeit ein beachtliches Aufsehen in der Geowissenschaft hervorgerufen und bei zahlreichen ernstzunehmenden Gelehrten Anklang und Zustimmung gefunden.

Die Diskussion, die sich daraufhin in der Fachwelt entfachte, fand ihren Niederschlag in vielen Veröffentlichungen und in der umfangreichen Korrespondenz mit namhaften Wissenschaftlern wie z.B. Prof. Dr. Werner von Heisenberg, Prof. Dr. Kurt Wegener.

Der Streit der Fachgelehrten über das Pro und Kontra der Hypothesen von WEGENER und von HIERONYMUS setzte sich fort.

Für seine Zweipolschollenhypothese griff HIERONYMUS noch im Jahr 1967 in die Auseinandersetzung ein. ”Zeitschrift für Geophysik”, Jahrgang XXXIII, Heft 6 /1967/). Das Echo der Fachwelt war darauf genauso stark, wie auf die Erstveröffentlichung im Jahr 1949.